Was genau ist ein Spürhunde eigentlich...?
Ein Spürhund ist ein Hund der im Auftrag des Menschen einen bestimmten Geruch aufspürt und den Fund mit einem antrainiertem Verhalten (die Anzeige) meldet.
Dieses Verhalten muss dem Hund natürlich vorher beigebracht werden.
Grundsätzlich gibt es viel mögliche Verhaltensweisen die als Anzeige antrainiert werden können.
Die klassischen Anzeigen sind:
- Nosetouch (Berührung mit der Nase)
- Anstarren
- Liegende Anzeige mit Nosetouch
- Sitzende Anzeige mit Blick auf den Geruchsaustritt
- Stehende Anzeige mit Blick auf den Geruchsaustritt
- Freeze / Erstarren mit Nasenberührung
- Freeze mit Blickkontakt
Neben den Präferenzen von Hund & Halter bestimmt vor allem der Einsatzzweck des Hundes die Art der Anzeige.
Will man zum Beispiel einen bestimmten Sport machen, muss man sich nach einer Prüfungsordnung richten.
Hat man den Plan später nach seltenen Tierarten zu Suchen, wäre es durchaus möglich das diese giftig oder wehrhaft sind.
Selbst wenn man nur zur reinen Freude ein bisschen Spürhundearbeit macht, lohnt es sich über eine Anzeige nachzudenken die möglichst das eigene Mobiliar nicht beschädigt.
Hier findet ihr einen (stetig wachsenden) Überblick der Einsatz-Möglichkeiten von Spürhunden und deren Besonderheiten:
Und was Suchen wir jetzt...?
Grundsätzlich ist fast alles möglich!
Ein Ausgesuchter Geruch ist auch keine endgültige Entscheidung. Wenn eine Anzeige einmal steht sind sehr schnell andere Gerüche hinzugefügt oder ergänzt.
Riechen kann der Hund nahezu alles!
Es gibt Hunde die Krankheiten, Tiere, Pflanzen, chemische Produkte und alles mögliche Anzeigen.
Mein persönlicher Liebling ist der "Imkerhund" der in einem Schutzanzug in Bienenstöcken nach Pilzbefall sucht.
Es gibt aber auch Hunde die den Eisprung von Kühen anzeigen...
Rein vom finanziellem Standpunkt aus macht es Sinn bestimmte Objekte (wie Radiergummies oder Schlüssel) zu suchen. Diese gehen in der Regel nicht kaputt und können lang verwendet werde.
Sucht man eine ganze "Stoffgruppe" wie zum Beispiel Kamillentee muss man regelmäßig nachkaufen da der Stoff irgendwann zu alt ist oder vollgesabbert wurde.
Hier gibt es zusätzlich die Schwierigkeit das ein neuer Stoff für den Hund auch gänzlich anders wahrgenommen werden kann - da er möglicherweise aus einer anderen Produktion oder gar aus einem anderen Land stammt.
Bei einem Hund der zum Beispiel beruflich nach Drogen sucht ist es ganz normal das dieser eine riesige Produktpalette abgespeichert haben muss.
Für eine reine Hobbysuche ist es sehr umständlich alle Eventualitäten abdecken zu wollen - aber das hat auch seinen Reiz!